Anamnesebogen bequem per Online-Umfrage ausfüllen lassen

Anamnesebogen bequem per Umfrage ausfüllen lassen

Ermöglichen Sie Ihren Patienten, den Anamnesefragebogen bequem online auszufüllen. So sparen Sie und Ihre Patienten Zeit und vermeiden unnötige Wartezeiten.

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Warum einen Anamnesefragebogen per Umfrage durchführen?

Ein Anamnesefragebogen als Umfrage ist eine moderne, bequeme und effiziente Methode zur Erfassung von Patientendaten.

Statt das Formular vor Ort auszufüllen, können Patienten den Fragebogen bequem von zu Hause aus ausfüllen – zu einer Zeit, die ihnen am besten passt.

Dieser digitale Prozess spart nicht nur Zeit für beide Seiten, sondern reduziert auch den Stress, der bei einem Termin vor Ort entstehen könnte.

Die Daten werden direkt in ein System übertragen, was eine manuelle Eingabe überflüssig macht und Fehlerquellen minimiert.

Zudem sind die Informationen sofort verfügbar und können rasch verarbeitet werden. Dies beschleunigt den gesamten Ablauf und erleichtert den Praxismitarbeitern die Arbeit.

Ein weiterer Vorteil ist, dass der Patient das Formular in Ruhe ausfüllen kann, ohne unter Zeitdruck zu stehen.

Durch die Integration eines Anamnesefragebogens als Umfrage verbessern Sie nicht nur die Effizienz, sondern auch die Patientenbetreuung, indem Sie eine reibungslose und benutzerfreundliche Erfahrung bieten.

Inhalte der Vorlage:

  • Abfrage der Kontaktdaten
  • Fragen zu Lebensgewohnheiten
  • Fragen zu aktuellen Beschwerden
  • Fragen zur medizinischen Vorgeschichte
  • Fragen zu Beruf und Soziales
  • Fragen zum Impfstatus

Ziele der Befragung:

  • Erfassung der Krankengeschichte
  • Identifikation von Risikofaktoren
  • Vorbereitung auf die Behandlung
  • Erleichterte Kommunikation zwischen Patient und Arzt
  • Rechtliche Absicherung durch die Dokumentation der Informationen

Hilfreiche Funktionen für die Befragung:

  • Befragungsoptionen: Anonym, Teilanonym, Personalisiert
  • Einladungsoptionen: Link, E-Mail, QR-Code und mehr
  • Mehrsprachigkeit inkl. automatisierter Übersetzung
  • Automatischer E-Mail-Benachrichtigung nach dem Ausfüllen des Formulars
DSGVO-konforme Online-Umfragen

Datenschutz „made in Germany“ (DSGVO)

Anonyme Teilnahme an Umfragen

Anonymitätsfunktion für ehrliches Feedback

Häufig gestellte Fragen zur Anamnese?

Eine Anamnese ist die systematische Erhebung der Krankengeschichte eines Patienten durch einen Arzt oder eine andere medizinische Fachkraft.

Ziel der Anamnese ist es, relevante Informationen zu sammeln, die zur Diagnose, Behandlung und Betreuung des Patienten wichtig sind.

Die Anamnese umfasst typischerweise folgende Aspekte:

 

1. Aktuelle Beschwerden:

Symptome und deren Beginn, Verlauf, Intensität und begleitende Umstände.

 

2. Vorerkrankungen:

Informationen über frühere Krankheiten, Operationen, Krankenhausaufenthalte oder chronische Erkrankungen.

 

3. Medikamente:

Einnahme von Medikamenten, sowohl aktuelle als auch frühere.

 

4. Allergien und Unverträglichkeiten:

Reaktionen auf Medikamente, Lebensmittel oder andere Substanzen.

 

5. Familienanamnese:

Erkrankungen und gesundheitliche Probleme in der Familie, die eine genetische oder familiäre Veranlagung nahelegen.

 

6. Sozialanamnese:

Lebensumstände des Patienten, wie Beruf, Wohnsituation, familiäre Verhältnisse, sowie Konsumgewohnheiten wie Rauchen, Alkohol oder Drogen.

 

7. Psychische Anamnese:

Psychische Gesundheit, Stressfaktoren, emotionale Belastungen und psychische Erkrankungen.

Eine biografische Anamnese ist ein spezieller Teil der Anamnese, der sich intensiv mit der Lebensgeschichte eines Patienten befasst.

Dabei werden nicht nur medizinische und körperliche Aspekte betrachtet, sondern auch soziale, psychologische und persönliche Erfahrungen des Patienten.

Ziel ist es, ein umfassendes Bild des Patienten zu erhalten, das über die reine Krankengeschichte hinausgeht.

Die biografische Anamnese kann folgende Aspekte beinhalten:

 

1. Kindheit und Jugend:

Wichtige Ereignisse, familiäre Beziehungen, schulische Erfahrungen, und prägende Erlebnisse in der frühen Lebensphase.

 

2. Berufliche Laufbahn:

Ausbildung, berufliche Tätigkeiten, Karriereverlauf, Arbeitsbedingungen, und Veränderungen im Berufsleben.

 

3. Soziale Beziehungen:

Partnerschaften, Ehe, Kinder, Freundschaften, und andere bedeutende soziale Kontakte.

 

4. Kulturelle und religiöse Prägungen:

Einflüsse durch Kultur, Religion, und persönliche Überzeugungen, die das Leben und die Entscheidungen des Patienten geprägt haben.

 

5. Lebenskrisen und Wendepunkte:

Besondere Herausforderungen, wie der Verlust eines geliebten Menschen, schwere Krankheiten, oder andere traumatische Ereignisse.

 

6. Interessen und Hobbys:

Freizeitaktivitäten, Interessen, und Leidenschaften, die einen wichtigen Teil des Lebens des Patienten ausmachen.

 

7. Lebenszufriedenheit:

Reflexion über Zufriedenheit mit dem eigenen Leben, die Bedeutung von Glück und Erfolg, sowie die allgemeine Lebensbilanz.

Es gibt verschiedene Formen der Anamnese, die je nach Kontext und Ziel der Befragung eingesetzt werden.

Hier sind die wichtigsten Anamneseformen:

1. Form: Eigenanamnese

Der Patient gibt selbst Auskunft über seine Beschwerden, seine Krankengeschichte und andere relevante Informationen.

Dies ist die häufigste Form der Anamnese.

 

2. Form: Fremdanamnese

Informationen werden von einer dritten Person eingeholt, beispielsweise von Angehörigen, Betreuern oder Pflegekräften.

Diese Form wird genutzt, wenn der Patient selbst nicht in der Lage ist, Auskunft zu geben, etwa aufgrund von Bewusstlosigkeit, kognitiven Einschränkungen oder bei Kindern.

 

3. Form: Spezielle Anamneseformen

  • Systematische Anamnese: Strukturiert nach bestimmten medizinischen Fachgebieten oder Organen. Beispielsweise kardiologische Anamnese (Herz-Kreislauf-System), gynäkologische Anamnese (Frauenheilkunde) oder neurologische Anamnese (Nervensystem).
  • Psychosoziale Anamnese: Fokussiert auf das soziale Umfeld, berufliche Situation, psychische Belastungen, und Beziehungen des Patienten.
  • Vegetative Anamnese: Bezieht sich auf die unwillkürlichen Körperfunktionen wie Schlaf, Appetit, Verdauung, Schwitzen und sexuelle Funktion.
  • Medikamentenanamnese: Erfasst die aktuelle und vergangene Medikamenteneinnahme, einschließlich Dosierung, Dauer der Einnahme und eventueller Nebenwirkungen.
  • Allergieanamnese: Erhebung möglicher Allergien oder Unverträglichkeiten gegenüber Medikamenten, Lebensmitteln, Pollen, oder anderen Substanzen.
  • Familienanamnese: Betrachtet Erkrankungen und gesundheitliche Risiken in der Familie, um genetische oder erbliche Krankheitsbilder zu erkennen.

 

4. Form: Biografische Anamnese

Diese geht über die medizinischen und körperlichen Beschwerden hinaus und erfasst die Lebensgeschichte des Patienten, einschließlich sozialer, psychologischer und kultureller Aspekte.

 

5. Form: Notfallanamnese

Eine verkürzte Form der Anamnese, die in akuten Notfallsituationen angewendet wird.

Hierbei konzentriert sich der Arzt auf die wichtigsten und dringendsten Informationen, wie aktuelle Beschwerden, bekannte Allergien, Vorerkrankungen und Medikamenteneinnahme.

 

6. Form: Sozialanamnese

Fokus auf die sozialen Lebensumstände des Patienten, wie Wohnsituation, Beruf, finanzielle Situation, familiäre Unterstützung, und mögliche soziale Probleme.

Diese verschiedenen Anamneseformen helfen Ärzten und medizinischem Personal, ein umfassendes Bild vom Zustand des Patienten zu bekommen und die bestmögliche Behandlung zu planen.

Der Ablauf einer Anamnese mit einem Online-Fragebogen unterscheidet sich in einigen Aspekten von der traditionellen, persönlichen Anamnese.

Ein solcher Fragebogen kann jedoch eine effiziente Möglichkeit sein, vorab wichtige Informationen vom Patienten zu sammeln.

Hier ist ein typischer Ablauf:

1. Schritt: Zugang zum Fragebogen

  • Einladung: Der Patient erhält per E-Mail oder über ein Patientenportal eine Einladung, den Online-Fragebogen auszufüllen.
  • Anmeldung: Der Patient meldet sich mit einem sicheren Zugangscode oder über einen persönlichen Account an.

 

2. Schritt: Einleitung und Erklärung

  • Begrüßung: Der Fragebogen beginnt mit einer kurzen Begrüßung und Erklärung des Zwecks. Es wird erläutert, wie die Informationen verwendet werden und wie lange das Ausfüllen etwa dauert.
  • Datenschutzinformation: Informationen über die Sicherheit und den Schutz der persönlichen Daten des Patienten werden bereitgestellt.

 

3. Schritt: Erfassung der Basisdaten

  • Persönliche Informationen: Der Patient gibt grundlegende persönliche Daten ein, wie Name, Geburtsdatum, Geschlecht und Kontaktinformationen.
  • Versicherungsdaten: Falls relevant, können auch Informationen zur Krankenversicherung abgefragt werden.

 

4. Schritt: Aktuelle Beschwerden (Symptome)

  • Hauptbeschwerde: Der Patient wählt aus einer Liste von Symptomen oder gibt in einem Freitextfeld seine aktuellen Beschwerden ein.
  • Symptomdetails: Vertiefte Fragen zu Beginn, Dauer, Intensität und Auslösern der Beschwerden.

 

5. Schritt: Vorerkrankungen und medizinische Vorgeschichte

  • Chronische Erkrankungen: Der Patient gibt Informationen über bestehende chronische Erkrankungen.
  • Frühere Operationen und Krankenhausaufenthalte: Abfrage vergangener medizinischer Eingriffe und Behandlungen.

 

6. Schritt: Medikamentenanamnese

  • Medikamente: Der Patient gibt die aktuell eingenommenen Medikamente ein, einschließlich Dosierung und Einnahmehäufigkeit.
  • Allergien: Der Fragebogen fragt nach bekannten Allergien oder Unverträglichkeiten gegenüber Medikamenten und anderen Substanzen.

 

7. Schritt: Familienanamnese

  • Erbliche Erkrankungen: Der Patient beantwortet Fragen zu Erkrankungen, die in der Familie gehäuft auftreten.

 

8. Schritt: Lebensgewohnheiten und Sozialanamnese

  • Ernährung und Bewegung: Fragen zu den Ernährungsgewohnheiten und körperlicher Aktivität des Patienten.
  • Suchtmittelkonsum: Abfrage des Konsums von Alkohol, Tabak und Drogen.
  • Berufliche und soziale Situation: Der Patient gibt Auskunft über seine berufliche Tätigkeit und seine Lebenssituation.

 

9. Schritt: Vegetative und psychosoziale Anamnese

  • Körperfunktionen: Fragen zu Appetit, Schlaf, Verdauung, und anderen vegetativen Funktionen.
  • Psychisches Wohlbefinden: Der Fragebogen enthält Fragen zur Stimmung, Stress und allgemeinen psychischen Gesundheit.

 

10. Schritt: Zusammenfassung und Überprüfung

  • Überprüfung der Eingaben: Am Ende des Fragebogens erhält der Patient die Möglichkeit, seine Angaben zu überprüfen und zu bestätigen.
  • Freitextfeld für zusätzliche Informationen: Ein Feld für Anmerkungen, in dem der Patient zusätzliche Informationen geben kann, die im Fragebogen nicht abgefragt wurden.

 

11. Schritt: Übermittlung und Speicherung

  • Absenden: Der Patient sendet den Fragebogen ab, nachdem alle Fragen beantwortet wurden.
  • Automatische Speicherung: Die Daten werden sicher in der elektronischen Patientenakte gespeichert und sind für das medizinische Personal zugänglich.

 

12. Schritt: Weiteres Vorgehen

  • Benachrichtigung des Arztes: Der behandelnde Arzt erhält eine Benachrichtigung, dass der Anamnesefragebogen ausgefüllt wurde.
  • Analyse und Vorbereitung: Der Arzt kann die Antworten vor der nächsten Konsultation durchsehen und bei Bedarf weitere Fragen vorbereiten.

 

13. Schritt: Nachfolgende Konsultation

  • Besprechung der Ergebnisse: In der folgenden Konsultation, ob online oder persönlich, werden die Antworten des Fragebogens gemeinsam besprochen, und der Arzt kann gezielt nachfragen, um weitere Details zu klären.
  • Weiterer diagnostischer Prozess: Basierend auf den Anamneseinformationen können weitere diagnostische Schritte geplant werden.

Hier ist eine Liste von Fragen, die bei einer Anamnese verwendet werden können.

Diese Fragen decken verschiedene Aspekte des Gesundheitszustands ab und helfen, ein umfassendes Bild des Patienten zu erhalten.

1. Allgemeine Fragen

  • Wie lautet Ihr Name und Geburtsdatum?
  • Was ist Ihr Beruf und wie sieht Ihr typischer Arbeitstag aus?
  • Haben Sie Familienmitglieder, die an ähnlichen Beschwerden leiden?

 

2. Hauptbeschwerde

  • Was führt Sie heute zu mir?
  • Seit wann haben Sie diese Beschwerden?
  • Haben sich die Beschwerden seit ihrem Auftreten verändert?
  • Haben Sie Schmerzen? Wenn ja, wo genau und wie würden Sie die Schmerzen beschreiben (z. B. stechend, dumpf, brennend)?
  • Gibt es etwas, das die Beschwerden verschlimmert oder lindert?

 

3. Vorerkrankungen

  • Haben Sie bekannte chronische Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder Asthma?
  • Haben Sie in der Vergangenheit schwerwiegende Krankheiten gehabt? Welche und wann?
  • Haben Sie jemals Operationen gehabt? Wenn ja, welche und wann?
  • Hatten Sie in der Vergangenheit Unfälle oder Verletzungen, die relevant sein könnten?

 

4. Medikamentenanamnese

  • Nehmen Sie regelmäßig Medikamente ein? Wenn ja, welche und in welcher Dosierung?
  • Haben Sie in der Vergangenheit Medikamente eingenommen, die für Ihre jetzigen Beschwerden relevant sein könnten?
  • Haben Sie jemals Nebenwirkungen auf Medikamente erlebt?
  • Nutzen Sie rezeptfreie Medikamente, Vitamine oder Nahrungsergänzungsmittel?

 

5. Allergien

  • Sind Ihnen Allergien bekannt? (z. B. gegen Medikamente, Lebensmittel, Pollen)
  • Wie äußern sich diese Allergien? (z. B. Hautausschlag, Atemnot, Schwellungen)

 

6. Familienanamnese

  • Gibt es in Ihrer Familie bekannte Erkrankungen wie Herzkrankheiten, Diabetes, Krebs oder psychische Erkrankungen?
  • Sind in Ihrer Familie genetische Erkrankungen bekannt?

 

7. Soziale Anamnese

  • Rauchen Sie? Wenn ja, wie viele Zigaretten pro Tag und wie lange schon?
  • Trinken Sie Alkohol? Wenn ja, wie viel und wie oft?
  • Treiben Sie regelmäßig Sport? Wenn ja, welche Art und wie oft?
  • Wie würden Sie Ihre Ernährung beschreiben? (z. B. ausgewogen, fett- oder zuckerreich)
  • Haben Sie beruflichen oder privaten Stress? Wie gehen Sie damit um?

 

8. Vegetative Anamnese

  • Haben Sie Veränderungen im Schlafverhalten bemerkt? (z. B. Schlafstörungen, Schlafmangel)
  • Hat sich Ihr Appetit verändert? Haben Sie Gewicht verloren oder zugenommen?
  • Gibt es Veränderungen im Stuhlgang oder Urinieren? (z. B. Häufigkeit, Konsistenz, Schmerzen)

 

9. Psychische Anamnese

  • Wie ist Ihre allgemeine Stimmungslage? Fühlen Sie sich oft niedergeschlagen oder ängstlich?
  • Haben Sie Probleme mit dem Gedächtnis oder der Konzentration?
  • Wie gut fühlen Sie sich in der Lage, mit den Anforderungen des Alltags umzugehen?

 

10. Frauenanamnese (falls zutreffend)

  • Wann war Ihre letzte Menstruation? Ist Ihr Zyklus regelmäßig?
  • Haben Sie Kinder? Gab es Probleme während der Schwangerschaft oder Geburt?
  • Haben Sie Beschwerden im gynäkologischen Bereich?

 

11. Geriatrische Anamnese (bei älteren Patienten)

  • Haben Sie Probleme mit der Mobilität oder Stürze in der letzten Zeit?
  • Können Sie alltägliche Aktivitäten selbstständig bewältigen?
  • Gibt es Schwierigkeiten mit dem Gedächtnis oder Anzeichen einer Demenz?

 

12. Relevante Voruntersuchungen

  • Wurden bei Ihnen in letzter Zeit Untersuchungen durchgeführt? (z. B. Bluttests, Röntgen, MRT)
  • Welche Diagnosen wurden in der Vergangenheit gestellt?

Der Datenschutz bei der Erhebung von Anamnesedaten ist ein äußerst wichtiger Aspekt, da es sich um sehr sensible und persönliche Informationen handelt.

Hier sind die zentralen Punkte, die beim Datenschutz in Zusammenhang mit der Anamnese beachtet werden müssen:

 

1. Punkt: Rechtsgrundlagen und Einwilligung

  • Einwilligung des Patienten:
    Vor der Erhebung von Anamnesedaten muss der Patient ausdrücklich seine Einwilligung geben. Dies kann schriftlich, elektronisch oder mündlich geschehen. Die Einwilligung muss freiwillig und informiert sein, das heißt, der Patient muss genau wissen, welche Daten gesammelt werden und zu welchem Zweck.

 

  • Rechtsgrundlagen:
    Die Erhebung und Verarbeitung von Anamnesedaten muss auf einer rechtlichen Grundlage basieren, z. B. der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in der EU, dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) in Deutschland oder anderen relevanten nationalen Gesetzen.

 

2. Punkt: Datenminimierung und Zweckbindung

  • Datenminimierung:
    Es sollten nur die Daten erhoben werden, die für die jeweilige medizinische Behandlung unbedingt notwendig sind. Unnötige oder nicht zweckgebundene Daten dürfen nicht gesammelt werden.

 

  • Zweckbindung:
    Die Anamnesedaten dürfen nur für den Zweck verwendet werden, für den sie erhoben wurden (z. B. zur Diagnose und Behandlung des Patienten).

 

3. Punkt: Sicherheit der Daten

  • Technische und organisatorische Maßnahmen:
    Anamnesedaten müssen durch geeignete technische (z. B. Verschlüsselung) und organisatorische Maßnahmen (z. B. Zugriffskontrollen) geschützt werden. Dies gilt sowohl für die Speicherung der Daten als auch für deren Übertragung (z. B. bei der Nutzung von Online-Fragebögen).

 

  • Zugriffsbeschränkungen:
    Nur befugtes medizinisches Personal sollte Zugriff auf die Anamnesedaten haben. Es sollte sichergestellt werden, dass diese Daten nicht für unbefugte Dritte zugänglich sind.

 

4. Punkt: Transparenz und Auskunftsrecht

  • Information des Patienten:
    Patienten müssen transparent darüber informiert werden, welche Daten erhoben werden, wie diese verarbeitet werden, wer Zugriff darauf hat, und wie lange sie gespeichert werden.

 

  • Auskunftsrecht:
    Patienten haben das Recht, jederzeit Auskunft über die gespeicherten Daten zu erhalten. Sie können auch verlangen, dass unrichtige Daten korrigiert oder unrechtmäßig verarbeitete Daten gelöscht werden.

 

5. Punkt: Speicherfristen und Datenlöschung

  • Speicherfristen:
    Anamnesedaten dürfen nur so lange gespeichert werden, wie es für den Zweck der Behandlung notwendig ist oder wie es gesetzlich vorgeschrieben ist. Nach Ablauf dieser Fristen müssen die Daten sicher gelöscht oder anonymisiert werden.

 

  • Löschkonzepte:
    Es sollten klare Konzepte für die Löschung oder Anonymisierung der Daten nach Ablauf der Speicherfrist existieren.

 

6. Punkt: Weitergabe von Daten

  • Weitergabe nur mit Zustimmung:
    Eine Weitergabe der Anamnesedaten an Dritte (z. B. andere Ärzte, Labore, Versicherungen) darf nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Patienten erfolgen, es sei denn, es liegt eine gesetzliche Verpflichtung vor.

 

  • Anonymisierung:
    Wenn möglich, sollten Daten anonymisiert weitergegeben werden, sodass der Patient nicht mehr identifizierbar ist.

 

7. Punkt: Nutzung von Online-Fragebögen

  • Sicherer Zugang:
    Online-Anamnesefragebögen sollten über sichere, verschlüsselte Verbindungen (z. B. HTTPS) bereitgestellt werden.

 

  • Vertrauenswürdige Plattformen:
    Es sollte sichergestellt werden, dass die Plattformen, die für Online-Fragebögen genutzt werden, den geltenden Datenschutzbestimmungen entsprechen und von vertrauenswürdigen Anbietern stammen.

 

  • Datenspeicherung:
    Die Antworten sollten sicher gespeichert werden, und der Patient sollte darüber informiert werden, wo und wie lange seine Daten gespeichert werden.

 

8. Punkt: Datenschutzbeauftragter

  • In größeren medizinischen Einrichtungen oder Praxen sollte ein Datenschutzbeauftragter benannt werden, der für die Einhaltung der Datenschutzvorschriften zuständig ist und als Ansprechpartner für Patienten bezüglich Datenschutzfragen dient.

 

9. Punkt: Schulungen und Sensibilisierung

  • Das medizinische Personal sollte regelmäßig in Datenschutzfragen geschult werden, um sicherzustellen, dass alle Datenschutzanforderungen eingehalten werden und die Bedeutung des Datenschutzes verstanden wird.

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