180-Grad-Feedback: Spiegeln statt Durchleuchten

180-Grad-Feedback Spiegeln statt Durchleuchten
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Stell dir vor, Feedback ist wie ein Spiegel: Er kann dir helfen, dich selbst zu erkennen, Schwächen zu sehen oder Stärken zu feiern.

Doch wie viele Spiegel du aufstellst und wer darin reflektiert, bestimmt das Bild, das du am Ende siehst.

Genau hier kommt das 180-Grad-Feedback ins Spiel.

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Easyfeedback Dennis Wegner

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Was ist 180-Grad-Feedback?

Das 180-Grad-Feedback ist ein Feedback-System, bei dem die Rückmeldung nur aus einer Richtung kommt – in der Regel von einer Führungskraft oder einem direkten Vorgesetzten.

  • Fokus: Dein Verhalten, deine Arbeitsweise, deine Kommunikation.
  • Quelle: Dein Chef oder deine direkte Führungskraft.
  • Ziel: Klarheit über die Wahrnehmung der eigenen Leistung aus Sicht einer hierarchisch übergeordneten Person.
Man könnte sagen: 180° ist wie ein halber Kreis – du bekommst die Perspektive von vorne, aber die Seiten und Rückseite bleiben verborgen. 

Es ist einfach, schnell umzusetzen und sehr direkt, bietet aber nur einseitige Einsichten.

Der Vergleich: 90°, 180°, 270° und 360° Feedback

Feedback-Systeme lassen sich in Gradzahlen wie auf einem Ziffernblatt vergleichen – jede Zahl zeigt, wie viele Perspektiven beteiligt sind.

FeedbacktypWer gibt Feedback?VorteileNachteile
90 GradNur Kollegen auf gleicher EbeneFokus auf Zusammenarbeit im TeamKeine Führungsperspektive, eingeschränkte Sicht
180 GradVorgesetzter (oder Teamleiter)Schnell, klare hierarchische SichtEinseitig, fehlt Selbst- und Peer-Perspektive
270 GradVorgesetzter + TeamkollegenMehrdimensionale Sicht, Mischung aus Hierarchie und TeamFeedback kann widersprüchlich sein, Aufwand steigt
360 GradVorgesetzter + Kollegen + Mitarbeiter + evtl. externe StakeholderVollständiges Bild, auch Selbstreflexion möglichSehr aufwendig, braucht gute Organisation und Kultur

Kreatives Bild: Feedback als Party

  • 90°: Nur die Nachbarn neben dir kommentieren die Musik – du hörst nur den unmittelbaren Eindruck.

  • 180°: Dein Chef steht vorne und sagt dir, ob du die Party richtig leitest – klare Führungsperspektive.

  • 270°: Chef + Kollegen geben Feedback – jetzt wird es ein bisschen lauter und vielschichtiger.

  • 360°: Jeder ist dabei, sogar die Leute, die nicht gekommen sind, schicken Rückmeldungen per Postkarte – du bekommst ein Rundum-Bild, aber es kann auch überwältigen.
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Fazit

Das 180-Grad-Feedback ist ideal, wenn du schnell und direkt die Sicht der Führungskraft auf deine Leistung erhalten willst. 

Es ist präzise, aber begrenzt. 

Wenn du dagegen ein umfassendes, vielschichtiges Feedback willst, das auch Selbst- und Peer-Perspektiven integriert, kommen 270° oder 360° ins Spiel.

Man könnte sagen: 180° ist wie ein klarer, fokussierter Blick durch ein Fernrohr, während 360° eher wie ein Rundum-Panoramabild ist – beide haben ihren Wert, je nach Situation.


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