Wie interpretiert man einen SUS-Fragebogen?
Die Interpretation eines SUS-Fragebogens zielt darauf ab, die Benutzerfreundlichkeit eines Systems zu bewerten und Schwachstellen aufzudecken.
Hier ist eine detaillierte Erklärung:
- Schritt: SUS-Score verstehen
- Schritt: Richtwerte für die Interpretation
- Schritt: Analyse einzelner Fragen
- Schritt: Vergleich von Gruppen
- Schritt: Visualisierung
- Schritt: Ableitung von Maßnahmen
1. Schritt: SUS-Score verstehen
Der SUS-Score liegt zwischen 0 und 100.
Wichtiger Hinweis: Es handelt sich nicht um einen Prozentwert, sondern um einen relativen Vergleichswert, um Systeme oder Versionen miteinander zu vergleichen.

2. Schritt: Richtwerte für die Interpretation
- 85–100: Hervorragend – Nutzer empfinden das System als sehr benutzerfreundlich.
- 70–84: Gut – Usability ist solide, kleinere Optimierungen möglich.
- 50–69: Durchschnittlich – das System funktioniert, aber Optimierungsbedarf besteht.
- Unter 50: Schwach – deutliche Verbesserungen nötig, Nutzer könnten Probleme haben.
- Über 68 gilt allgemein als überdurchschnittlich. Alles darunter zeigt, dass die Usability verbessert werden sollte.
3. Schritt: Analyse der einzelnen Fragen
- Analysiere Einzelantworten, um zu sehen, welche Bereiche besonders positiv oder negativ bewertet wurden.
- Ungerade Fragen beziehen sich oft auf positive Aspekte, gerade Fragen oft auf negative Aspekte.
- So lassen sich Stärken und Schwächen des Systems identifizieren.
4. Schritt: Vergleich von Gruppen
- Subgruppen (z. B. nach Alter, Erfahrung, Nutzertyp) können verglichen werden, um zielgruppenspezifische Probleme zu erkennen.
- Auch unterschiedliche Versionen des Systems lassen sich direkt vergleichen.

5. Schritt: Visualisierung
- Diagramme (z. B. Balken-, Boxplots, Heatmaps) helfen, Ergebnisse anschaulich darzustellen.
- So kann das Team schnell erkennen, wo Optimierungen am dringendsten nötig sind.
6. Schritt: Ableitung von Maßnahmen
- Hohe SUS-Scores → Bestätigung guter Usability.
- Niedrige Scores → gezielte Optimierungen an problematischen Touchpoints.
- Kombination mit qualitativen Rückmeldungen (Kommentare) liefert konkrete Verbesserungsideen.
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