Employer Value Proposition (EVP): Der Schlüssel zur erfolgreichen Arbeitgebermarke

Employer Value Proposition Alles was du wissen musst

Was du erreichen willst:

Dein Arbeitgeberversprechen klar formulieren, von Employer Branding und Employee Value Proposition abgrenzen und glaubwürdig umsetzen

Das typische Problem:

EVP, Employer Branding und Employee Value Proposition werden vermischt, und das Arbeitgeberversprechen bleibt vage

Was du bekommst:

Die Definition der EVP mit ihren vier Bestandteilen, drei Gründe für ihre Bedeutung, fünf Schritte zur Entwicklung und die Abgrenzung zu Employer Branding und Employee Value Proposition
Inhaltsverzeichnis
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Was ist eine Employer Value Proposition (EVP)?

Die Employer Value Proposition (EVP) ist das Versprechen, das ein Unternehmen seinen Mitarbeitern gibt – es ist der Gesamtwert, den die Mitarbeiter aus ihrer Arbeitserfahrung im Unternehmen ziehen können. 

Dabei geht es nicht nur um das Gehalt, sondern auch um das Arbeitsumfeld, die Unternehmenskultur, die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten, Benefits und das Work-Life-Balance-Angebot. 

Eine starke EVP reflektiert die Werte und Vision des Unternehmens und vermittelt, warum es sich lohnt, dort zu arbeiten.

Die EVP umfasst:

  • Kultur und Werte: Welche Prinzipien prägen das Arbeitsumfeld? Wie wird Teamarbeit gefördert?

  • Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten: Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es? Wie können Mitarbeiter in ihrer Karriere vorankommen?

  • Vergütung und Benefits: Was wird den Mitarbeitern zusätzlich zum Gehalt geboten? Dazu zählen z.B. Gesundheitsprogramme, flexible Arbeitszeiten oder Bonuszahlungen.

  • Arbeitsplatzsicherheit und Work-Life-Balance: Wie geht das Unternehmen mit der Balance zwischen Arbeit und Privatleben um?

Was erwarten deine Mitarbeitenden von dir als Arbeitgeber?

Eine anonyme Mitarbeiterumfrage zeigt dir, welche Bestandteile deiner EVP bei deinem Team ankommen und was fehlt.

Warum ist eine starke EVP wichtig?

1. Grund: Wettbewerbsvorteil bei der Rekrutierung 

In Zeiten von Fachkräftemangel und hoher Mobilität auf dem Arbeitsmarkt ist eine überzeugende EVP ein entscheidender Faktor, um talentierte Mitarbeiter zu gewinnen.

Eine klare und attraktive EVP spricht potenzielle Kandidaten direkt an und hilft Unternehmen, sich von der Konkurrenz abzuheben.

2. Grund: Mitarbeiterbindung und Engagement

Eine gut ausgearbeitete EVP trägt dazu bei, dass sich Mitarbeiter langfristig mit dem Unternehmen identifizieren und sich mit seinen Zielen und Werten verbunden fühlen.

Dies steigert nicht nur die Mitarbeiterzufriedenheit, sondern auch die Loyalität und das Engagement.

4 Touchpoint Mitarbeiterbindung

3. Grund: Positives Arbeitgeberimage

Eine starke EVP fördert ein positives Image als Arbeitgeber, was nicht nur die Rekrutierung erleichtert, sondern auch die allgemeine Wahrnehmung des Unternehmens in der Öffentlichkeit stärkt.

Mitarbeiter, die mit der EVP übereinstimmen, tragen dieses positive Bild weiter.

Wie entwickelt man eine überzeugende EVP?

1. Schritt: Mitarbeiterfeedback einholen

Der erste Schritt bei der Entwicklung einer EVP ist das Sammeln von Feedback von aktuellen Mitarbeitern.

  • Was schätzen sie an ihrem Arbeitsplatz?
  • Was motiviert sie?
  • Welche Aspekte möchten sie verbessert sehen?

Dies hilft, authentische und relevante Inhalte für die EVP zu erstellen.

2. Schritt: Werte und Unternehmenskultur definieren  

Die EVP sollte klar die Werte und die Kultur des Unternehmens widerspiegeln.

  • Was ist dem Unternehmen wichtig?
  • Welche Prinzipien werden im Arbeitsalltag gelebt?

Diese Werte sollten sowohl nach innen als auch nach außen kommuniziert werden.

3. Schritt: Marktforschung und Benchmarking 

Es ist wichtig, die EVP mit denen anderer Unternehmen in der Branche zu vergleichen.

  • Was machen Wettbewerber gut?
  • Welche Trends gibt es auf dem Arbeitsmarkt?

Eine gründliche Analyse hilft, die EVP aus der Masse herausstechen zu lassen.

Schritt 1 Zielgruppenanalyse Marktforschung

4. Schritt: Klare Kommunikation der EVP

Die EVP sollte klar und prägnant formuliert werden, sodass sie sowohl intern als auch extern leicht kommuniziert werden kann.

Dies kann durch die Unternehmenswebsite, Social-Media-Kanäle, Stellenanzeigen und in der Kommunikation mit Bewerbern geschehen.

5. Schritt: Kontinuierliche Anpassung

Eine EVP ist kein statisches Element.

Sie sollte regelmäßig überprüft und an die Bedürfnisse der Mitarbeiter und die Veränderungen im Markt angepasst werden.

Dies garantiert, dass das Unternehmen immer ein attraktiver Arbeitgeber bleibt.

Der Unterschied zwischen Employer Value Proposition und Employer Branding

Die Employer Value Proposition (EVP) und das Employer Branding sind eng miteinander verbunden, verfolgen jedoch unterschiedliche Aufgaben.

Die EVP beschreibt, was ein Unternehmen seinen Mitarbeitenden tatsächlich bietet und wofür es als Arbeitgeber steht. Sie umfasst beispielsweise die Werte des Unternehmens, die Arbeitsbedingungen, Entwicklungsmöglichkeiten, Vergütung, Benefits und die Unternehmenskultur.

Damit stellt die EVP das Versprechen des Unternehmens an seine Mitarbeitenden dar und bildet die Grundlage für ein authentisches Arbeitgeberprofil.

Das Employer Branding geht dagegen einen Schritt weiter: Es beschreibt, wie dieses Versprechen nach innen und außen kommuniziert und wahrgenommen wird.

Ziel ist es, das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren, qualifizierte Mitarbeitende zu gewinnen und langfristig zu binden.

Vereinfacht gesagt ist die EVP also das, was ein Unternehmen seinen Mitarbeitenden verspricht und tatsächlich bietet, während das Employer Branding dafür sorgt, wie dieses Versprechen kommuniziert und nach außen wahrgenommen wird.

Beide Bereiche hängen eng zusammen, denn eine überzeugende Arbeitgebermarke kann nur entstehen, wenn ihr ein glaubwürdiges und authentisches Versprechen zugrunde liegt.

Die EVP bildet somit die inhaltliche Basis des Employer Brandings, während das Employer Branding dafür sorgt, dass diese Werte und Angebote sichtbar werden und von der gewünschten Zielgruppe positiv wahrgenommen werden.

Zusammen tragen EVP und Employer Branding dazu bei, ein einheitliches, glaubwürdiges und attraktives Arbeitgeberbild zu schaffen.

Der Unterschied zwischen Employer Value Proposition und Employee Value Proposition

Die Employer Value Proposition (EVP) beschreibt das Gesamtpaket, das ein Unternehmen seinen Mitarbeitenden als Arbeitgeber bietet. Dazu gehören unter anderem die Unternehmenskultur, Arbeitsbedingungen, Vergütung, Benefits, Entwicklungsmöglichkeiten und die Werte des Unternehmens. Sie stellt somit das Versprechen des Arbeitgebers an seine Mitarbeitenden dar.

Die Employee Value Proposition richtet den Blick stärker auf die Perspektive der Mitarbeitenden. Sie beschreibt, welchen konkreten Mehrwert Mitarbeitende durch ihre Arbeit im Unternehmen erhalten und was sie sich von ihrem Arbeitgeber wünschen und erwarten.

Der wesentliche Unterschied liegt daher in der Perspektive: Die EVP beschreibt, was das Unternehmen seinen Mitarbeitenden bietet und verspricht, während die Employee Value Proposition stärker betrachtet, welchen Wert und Nutzen Mitarbeitende in ihrer Tätigkeit sehen.

Beide Perspektiven sollten zusammenpassen, damit ein Unternehmen langfristig attraktive Arbeitsbedingungen schaffen, Mitarbeitende zufriedenstellen und sie an das Unternehmen binden kann.

Eine erfolgreiche Arbeitgeberpositionierung entsteht somit vor allem dann, wenn die Versprechen des Unternehmens mit den tatsächlichen Erwartungen und Bedürfnissen der Mitarbeitenden übereinstimmen.

Fazit

Die Employer Value Proposition ist ein entscheidender Bestandteil einer erfolgreichen Arbeitgebermarke. 

Sie hilft Unternehmen nicht nur dabei, talentierte Mitarbeiter zu gewinnen, sondern auch, bestehende Mitarbeiter zu halten und zu motivieren. 

Eine starke EVP reflektiert die Werte und die Kultur des Unternehmens und vermittelt klar, was es einzigartig macht.

Indem Unternehmen eine authentische und gut durchdachte EVP entwickeln und regelmäßig anpassen, können sie sich als attraktive Arbeitgeber positionieren und ihre Mitarbeiter langfristig binden.

Von der EVP zur gelebten Arbeitgebermarke

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